Täglicher Archiv: Nachhaltiger Lebensstil

Gegen die Wegwerfmode: Coco Chanel und die frühe Nachhaltigkeit

„ICH BIN GEGEN MODE, DIE VERGÄNGLICH IST. ICH KANN NICHT AKZEPTIEREN, DASS MAN KLEIDER WEGWIRFT, NUR WEIL FRÜHLING IST.“ Coco Chanel

Die gute Madame Chanel wusste es ja schon immer: Zeitlose Mode ist am nachhaltigsten! Damit meint sie Kleidung mit guter Qualität, die Trends überdauert, damit wir lange Freude daran haben. Allerdings ist da nochwas: Bei genauer Betrachtung fiel mir Folgendes auf: Die deutsche Übersetzung von Coco Chanels Zitat spricht von „vergänglicher Mode“, meint also TRENDS. Das französiche Original-Zitat besagt aber Folgendes: 

„Je ne peux accepter que quelqu`un jette ses vêtements, juste parce-que c´est le printems.“

„Ich bin dagegen, dass man Kleidung wegwirft, weil Frühling ist“. Meine Meinung? Beides ist richtig – und nachhaltig! Wir dürfen uns also auch im Jahr 2021 an der Grande Dame der Mode orientieren und unsere Lieblingteile hegen und pflegen. Trendteile mit geringer Qualität, die nur eine Saison oder für einen Anlass gekauft wurden, dürfen wir LOSLASSEN, also spenden oder weiterverkaufen.

Was bleibt, sind die Herzstücke im Kleiderschrank: DER Lieblings-Mantel, der uns schon seit Jahren stylisch durch den Winter begleitet. Die Stiefeletten, die mit ihrem Absatz wirklich jeden Schuhtrend in den Schatten stellen. Oder der Winter-Klassiker schlechthin: Bei mir ist das der schwarze Rollkragenpullover! Wer hat ihn nicht?! Im besten Fall ist er aus (nachhaltiger) Kaschmir oder Alpakawolle. 

Nachhaltigkeit bedeutet auch, Kleidungsstücke richtig zu pflegen. Wir verlängern durch gute Pflege die Haltbarkeit unserer Lieblingsteile. Wollpullover reinigen sich übrigens an der frischen Luft am besten. 

Das spart Wasser und Energie.

Madame Chanel würde den schwarzen Rolli heutzutage bestimmt zu den „unvergänglichen“ Teilen ihrer Garderobe zählen!

Foto: Christoph Musiol

DRESS FOR MORE

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Im Strudel des Alltags vergessen wir schnell, wie sehr wir mit der Natur verbunden sind. Erst, wenn wir ihrer puren Schönheit begegnen, werden wir wieder eins mit ihr.

An einem sonnigen Herbstnachmittag fuhren wir mit einem kleinen Fototeam auf Motivsuche durch Brandenburg. Am Waldrand fiel unser Blick auf diesen rostroten Ahornbaum, dessen Blätter im Licht der untergehenden Sonne wie flüssiges Kupfer glänzten. Als @leonie.papoula sich zwischen die Äste stellte, gab es den einen Moment, indem es schien, als würde sie und ihr filigranes Kleid mit dem Baum verschmelzen. 
Wir sind eins mit der Natur. Das merken wir besonders dann, wenn wir die filigranen Ökosysteme durch unser Verhalten schädigen und es sich unmittelbar auf unser Leben und Gesundheit auswirkt. Dabei brauchen wir die Natur, um langfristig zu überleben. Die Natur braucht uns nicht. Die Schäden, die wir der Umwelt zugefügt haben, haben wir als Menschen gemeinsam zu verantworten. Wenn wir unseren Kindern eine lebbare Zukunft ermöglichen wollen, liegt es in unserer Hand, das Klima für zukünftige Generationen zu schützen. Mit jeder Entscheidung, die wir treffen, wählen wir, ob wir eine positive Zukunft gestalten. Das kann die kleine Entscheidung sein, welches Druckerpapier ich wähle oder die Entscheidung für den Kontowechsel zu einem nachhaltigen Stromanbieter oder einer ökofairen Bank. 
Wir können unseren Mitmenschen und Politikern zeigen, dass Veränderungen möglich sind, indem wir uns täglich für umweltfreundliche Handlungen entscheiden. Jeder von uns kann CO2 reduzieren, indem wir Energie und Wasser sparen, weniger und nachhaltig konsumieren, Plastik weglassen, die Sharing Economy nutzen. Wir können mehr Radfahren, uns beim @klimastreik und @fridaysforfuture engagieren, unsere Kinder mit einbeziehen. Es geht nicht darum, die Verantwortung anderen oder der Politik zu überlassen. Jeder von uns kann im Alltag durch Mikroveränderungen bewirken, damit die Natur sich erholen kann. Dafür braucht uns die Natur: um die Spuren zu minimieren, die als Menschheit in der Umwelt hinterlassen haben. 

Sustainable Fashion Story „Innocence of Youth“ für Hufmagazine Photo: Kerstin Jacobsen 
https://kerstinjacobsen.com/portfolio/60-2/
Hair & Make-Up: Stephan Schmied https://www.blossommanagement.de/artist-detail/stephan-schmied/
Styling: Viola Haderlein  
https://www.blossommanagement.de/artist-detail/viola-haderlein/
Model: Leonie Otto 
https://izaio.de/1575/leonie-otto 
Kleid: https://www.marinahoermanseder.com/

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